Barrierefreie Freizeitparks und Erlebnisparks können Familien ganz unterschiedliche Möglichkeiten bieten. Doch Barrierefreiheit bedeutet nicht überall dasselbe: In manchen Parks ist vor allem das Gelände mit dem Rollstuhl zugänglich, andernorts lassen sich einzelne Attraktionen nach einem Transfer nutzen. Besonders spannend sind Angebote, bei denen Menschen direkt im Rollstuhl mitfahren, schaukeln, spielen oder andere Abenteuer erleben können.
Auf dieser Seite sammeln wir Freizeit- und Erlebnisparks, bei denen Barrierefreiheit, Inklusion und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören klassische Freizeitparks ebenso wie inklusive Erlebnisparks, Tierparks, Bergwelten und besondere Action- oder Naturerlebnisse. So lässt sich leichter einschätzen, welche Angebote zu den individuellen Bedürfnissen einer Familie passen.
Barrierefreie Freizeitparks auf der Karte
Auf der Miterleben-Karte findest du barrierefreie Freizeitparks und Erlebnisparks mit unterschiedlichen Möglichkeiten für Menschen mit Rollstuhl oder Unterstützungsbedarf.
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Du möchtest auch andere barrierefreie Unterkünfte und Ausflugsziele für Menschen mit besonderen Bedürfnissen entdecken? Auf der grossen Miterleben-Karte findest du alle Kategorien und kannst sie individuell filtern.
Barrierefrei ist nicht gleich barrierefrei
Gerade bei Freizeitparks lohnt sich ein genauer Blick. Ein rollstuhlgängiger Eingang oder befestigte Wege sagen noch wenig darüber aus, ob auch die Attraktionen genutzt werden können.
Deshalb unterscheiden wir bei Miterleben möglichst klar:
♿ Im Rollstuhl nutzbar
Der Rollstuhl bleibt während des Erlebnisses dabei. Das können zum Beispiel spezielle Zugwagen, Karussells, Schaukeln, Spielgeräte oder einzelne immersive Attraktionen sein.
🔄 Mit Transfer nutzbar
Der Rollstuhl bleibt an der Station zurück und die Person muss in einen Attraktionssitz umgesetzt werden. Entscheidend sind dabei auch Sitzstabilität, Begleitung und die Möglichkeit einer Evakuierung.
🛤️ Gelände zugänglich
Wege, Restaurants oder Toiletten sind mit dem Rollstuhl erreichbar. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass auch Fahrgeschäfte genutzt werden können.
Diese Unterscheidung ist uns wichtig, denn sie macht einen grossen Unterschied bei der Planung eines Ausflugs.
Attraktionen im Rollstuhl wirklich erleben
Es gibt inzwischen Freizeit- und Erlebnisparks, die deutlich weiter gehen als eine rollstuhlgängige Infrastruktur.
Dazu gehören beispielsweise Parks mit Rollstuhlkarussells, Rollstuhltrampolinen, speziellen Eisenbahnwagen, Rollstuhlschaukeln oder anderen Angeboten, bei denen kein Transfer nötig ist.
Gerade solche Erlebnisse zeigen, was echte Teilhabe bedeuten kann: nicht nur danebenstehen und zuschauen, sondern gemeinsam mitmachen.
→ Barrierefreie Freizeitparks: Attraktionen im Rollstuhl wirklich erleben (folgt)

Freizeitparks bei Autismus und Reizempfindlichkeit
Menschen im Autismus-Spektrum oder mit starker Reizempfindlichkeit benötigen häufig andere Unterstützungen als Menschen mit einer rein körperlichen Behinderung.
Hilfreich können zum Beispiel sein:
• alternative Warteschlangen oder virtuelle Wartezeiten
• ruhige Rückzugsräume
• Informationen über Licht, Geräusche und andere Reize
• Noise-Cancelling-Kopfhörer oder Sensory Bags
• Social Stories und visuelle Besuchsvorbereitung
• besonders reizarme Besuchszeiten
• geschultes Personal
Ein Behindertenausweis oder ein Sunflower-Symbol allein reicht für unsere Kategorie «Autismussensibel» deshalb nicht aus. Wir vergeben sie nur, wenn konkrete Massnahmen vorhanden sind.
→ Freizeitparks bei Autismus & Reizempfindlichkeit (folgt)
Pflegeliege, Lifter und Changing Place
Ein normales barrierefreies WC reicht für viele Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf nicht aus.
Benötigt werden beispielsweise:
• eine Pflegeliege für Jugendliche oder Erwachsene
• ausreichend Platz für Rollstuhl und Begleitpersonen
• ein Personen- oder Deckenlifter
• teilweise auch eine Dusche
Einige Freizeit- und Erlebnisparks verfügen inzwischen über solche Räume. Auf Miterleben unterscheiden wir bewusst zwischen einem normalen Behinderten-WC, einem Wickelraum und einer tatsächlich geeigneten Pflege- oder Changing-Places-Lösung.
→ Freizeitparks mit Pflegeliege, Lifter & Changing Place (folgt)
→ Blogbeitrag zum Projekt „Toilette für alle“
Welcher Freizeitpark passt zu welchem Alter?
Auch das Alter spielt eine grosse Rolle.
Ein Park für Kleinkinder kann für Jugendliche schnell zu wenig bieten – während ein grosser Achterbahnpark für ein fünfjähriges Kind möglicherweise noch kaum passende Attraktionen hat.
Darum vergleichen wir die Parks nicht nur nach Barrierefreiheit, sondern auch nach ihrem ungefähren Altersprofil:
• Kleinkinder
• Vorschulalter
• Primarschulalter
• ältere Kinder und Jugendliche
• Erwachsene
• generationenübergreifende Angebote
Wichtig bleiben dabei immer die offiziellen Mindestgrössen, Altersgrenzen und Begleitregeln der einzelnen Attraktionen.
→ Welcher Freizeitpark passt zu welchem Alter? (folgt)
Besondere inklusive Erlebnisparks
Nicht jeder spannende inklusive Ort ist ein klassischer Freizeitpark.
Besonders interessant sind auch Erlebnisorte, bei denen inklusive Teilhabe selbst Teil des Abenteuers ist: etwa ein Hochseilgarten für Rollstuhlnutzende, eine Zipline nach individuellem Transfer, ein inklusiver Berg-Erlebnispark, ein spezieller Bewegungspark oder ein Tier- und Naturerlebnis, das ohne zusätzlichen Transfer erlebt werden kann.
Solche Orte bekommen bei Miterleben bewusst einen eigenen Schwerpunkt.
→ Besondere inklusive Erlebnisparks (folgt)
Vor dem Besuch immer aktuell prüfen
Auch sehr gut zugängliche Parks können nicht jede Attraktion für jede Person freigeben. Sicherheitsvorgaben unterscheiden sich je nach Fahrgeschäft und können sich ändern.
Vor allem bei folgenden Punkten lohnt sich eine aktuelle Abklärung:
• Muss aus dem Rollstuhl umgesetzt werden?
• Darf die Begleitperson beim Transfer helfen?
• Muss die Person im Notfall selbstständig gehen können?
• Gibt es Mindestalter oder Mindestgrösse?
• Wo befindet sich ein alternativer Eingang?
• Muss ein Zugangspass vorab beantragt werden?
• Muss eine Pflegeliege oder ein Lifter reserviert werden?
• Sind inklusive Spezialangebote saisonal oder nur nach Voranmeldung verfügbar?
Wir versuchen, diese Unterschiede bei den einzelnen Miterleben-Pins möglichst konkret sichtbar zu machen.
Einen passenden Freizeitpark finden
Welcher Park am besten passt, hängt stark von den individuellen Bedürfnissen ab.
Für manche Familien ist entscheidend, dass Attraktionen direkt im Rollstuhl erlebt werden können. Andere benötigen vor allem einen ruhigen Rückzugsort, eine alternative Warteschlange oder eine Pflege-Toilette mit Lifter.
Genau deshalb soll diese Seite keine Rangliste der «barrierefreiesten Freizeitparks» sein. Sie soll helfen, gezielt herauszufinden:
Was kann eine Person dort tatsächlich erleben – und was möglicherweise nicht?
So wird aus «barrierefrei» eine Information, mit der sich ein Ausflug wirklich planen lässt.
