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Musikalische Bilderbücher und Hörbücher: Musik gemeinsam erleben
Musik kann Geschichten lebendig machen. Ein Knopfdruck lässt eine Melodie erklingen, ein Hörbuch verbindet Erzählung und Musik, und ein Lied lädt zum Mitsingen ein. So entstehen gemeinsame Hörmomente für Kinder und Erwachsene.
Für uns ist bei musikalischen Büchern besonders wichtig, dass die Musik schön und klar klingt. Die Bücher von Annette Betz, die wir kennen, klingen sehr schön – auch die für jüngere Kinder.
Musikalische Bilderbücher von Annette Betz
Annette Betz bietet verschiedene Reihen und Formate an. Hier stellen wir jeweils eine kleine Auswahl vor. Die Covergalerien zeigen weitere Bücher der jeweiligen Reihe.
„Mein kleines Klangbuch“: Musik zum Drücken
Diese kleinen Pappbilderbücher spielen Musikstücke ab, wenn man die Soundknöpfe drückt. Sie sind für Kinder ab 18 Monaten gedacht. Zur Reihe gehören zum Beispiel:
- Ich entdecke Die Zauberflöte
- Ich entdecke Schwanensee
- Ich entdecke Peter und der Wolf
- Ich entdecke den Karneval der Tiere
👉 Weitere Titel aus „Mein kleines Klangbuch“ ansehen



Kann ein Kind den Knopf nicht selbst drücken, kann ein Geschwisterkind oder eine erwachsene Person helfen. Das Kind kann zuhören, die Bilder anschauen und mitblättern. So wird das Buch zu einem gemeinsamen Erlebnis, auch wenn nicht alle gleich viel selbst bedienen können.
„Mein erstes Musikbilderbuch“: Geschichten mit Musik
Diese Reihe verbindet bekannte Geschichten und klassische Musik. Die Bücher enthalten ein Begleithörbuch, meist auf CD und zusätzlich zum Streamen. Der Verlag empfiehlt die Reihe ab etwa drei Jahren. Die Hörgeschichten dauern oft 30 bis 40 Minuten; je nach Kind kann man sie auch in kürzeren Abschnitten anhören.
👉 Weitere Titel aus „Mein erstes Musikbilderbuch“ ansehen



„Meine Musikmärchen“: Märchen in Reimen mit Musik
Die Reihe „Meine Musikmärchen“ erzählt bekannte Geschichten in Reimen und verbindet sie mit Musik. Die Pappbilderbücher sind für Kinder ab drei Jahren gedacht. Zum Anhören gibt es ein begleitendes Hörbuch mit Musik in der MuBiBu-App. Bei Die Schöne und das Biest erklingen beispielsweise Melodien von Maurice Ravel.
Zur Reihe gehören unter anderem:
👉 Weitere Titel aus „Meine Musikmärchen“ ansehen



„Das musikalische Bilderbuch“: Tiefer in ein Werk eintauchen
Die umfangreicheren musikalischen Bilderbücher verbinden eine längere Geschichte mit Musikbeispielen. Sie richten sich an ältere Kinder, können aber auch Erwachsenen Freude machen. Viele Hörbücher lassen sich unabhängig vom Buch anhören.
Auch Bücher über einzelne Komponisten, etwa Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart, laden dazu ein, Leben und Musik kennenzulernen.
👉 Weitere Titel aus „Das musikalische Bilderbuch“ ansehen



Interaktiv Musik entdecken mit tiptoi
Auch tiptoi bietet verschiedene Musikbücher. Kinder tippen mit dem Stift auf Bilder und Symbole. Dazu erklingen Musik, Lieder, Geräusche oder Erklärungen. So bewegen sie sich interaktiv durch das Buch und können an verschiedenen Stellen selbst etwas entdecken.
In Rolf Zuckowskis Liederwelt können die Lieder gesungen oder instrumental angehört werden. Auch Meine schönsten Kinderlieder und Meine schönsten Lieder für unterwegs laden zum Anhören und Mitsingen ein. Bücher wie Wir entdecken die Musik und Die Welt der Musik stellen Klänge, Instrumente und Musikthemen vor.
Für die Bedienung muss man mit dem tiptoi-Stift gezielt auf bestimmte Stellen tippen. Wenn das allein schwierig ist, kann ein Geschwisterkind oder eine erwachsene Person den Stift führen.
👉 Weitere tiptoi-Bücher entdecken
Komponisten und ihre Musik hören
Die Deutsche Grammophon veröffentlichte die Hörspielreihe Wir entdecken Komponisten. In den Folgen lernen Kinder Komponisten und ihre Musik kennen – begleitet von vielen Musikbeispielen. Es gibt unter anderem Folgen über Mozart, Haydn, Robert Schumann, Brahms, Schubert und Beethoven. Je nach Titel findet man die älteren Aufnahmen heute auf CD oder digital.
👉 Die Folgen von „Wir entdecken Komponisten“ ansehen
Bei Der kleine Hörsaal hören Kinder zusammen mit Musikerinnen und Musikern klassische Werke und erfahren mehr über Instrumente und Musik.
Auch Jazz und andere Musikstile entdecken
Musikbücher müssen nicht immer Klassik behandeln. So klingt Swing – Jazz für Kinder ist ein Soundbuch, das in die Welt des Swing einführt. Die Jazzgeister verbindet eine Geschichte mit Jazz. Und die Reihe Grosse Klassik kinderleicht greift neben Klassik auch Jazz und Blues auf.
Auch Kinderlieder, Pop, Schlager, Volksmusik, Filmmusik oder Musik aus verschiedenen Ländern können zum gemeinsamen Hören einladen. Oft ist gerade die Musik besonders schön, die jemand bereits kennt und gerne mag.
Musikalische Hörbücher für Erwachsene
Musikalische Hörangebote sind auch für Erwachsene interessant. Die Hörbiografien BR-KLASSIK WISSEN erzählen von Komponistinnen und Komponisten und verbinden ihre Lebensgeschichten mit zahlreichen Musikbeispielen und teilweise vollständigen Werken. Die Reihe umfasst unter anderem Hörbiografien über Bach, Beethoven, Händel, Mozart, Schubert sowie Fanny und Felix Mendelssohn.
👉 Hörbiografien von BR-KLASSIK WISSEN ansehen
Es gibt auch musikalische Lesungen ausserhalb der Klassik. Das Gespenst von Canterville von Oscar Wilde wurde zum Beispiel als Lesung mit Jazzorchester umgesetzt. Die Ballade von Robin Hood verbindet eine Abenteuergeschichte mit Jazzmusik.
Vertraute Musik für Menschen mit Demenz
Bei Menschen mit Demenz kann vertraute Musik Erinnerungen und Gefühle ansprechen. Welche Musik passt, ist individuell: Vielleicht sind es Lieder aus der Jugendzeit, Schlager, Volkslieder, Kirchenlieder, Jazz oder ein ganz bestimmtes Lieblingsstück. Eine persönliche Auswahl ist oft ein guter Anfang.
Ein Musikplayer kann vertraute Lieder und Geschichten bereithalten. Auf hörbert lassen sich zum Beispiel eigene Musik und Hörinhalte auf eine Speicherkarte laden. Über die farbigen Tasten können vorbereitete Inhalte ausgewählt werden. Auch einfache oder adaptierte Player können hilfreich sein – je nachdem, welche Bedienung für die Person gut passt.
👉 Musikplayer und Hörboxen für Kinder, Erwachsene und Menschen mit Demenz
Gemeinsam hören – jede und jeder auf eigene Weise
Ein musikalisches Buch muss nicht allein angeschaut oder bedient werden. Ein Geschwisterkind kann den Knopf drücken, den tiptoi-Stift führen, vorlesen oder die Musik auswählen. Eine erwachsene Person kann die Geschichte erzählen und dazu die Musik abspielen. Oder alle hören einfach zusammen zu.
Manche Menschen möchten ein Stück mehrmals hören, andere schauen lieber die Bilder an oder hören nur kurz. Es kann schön sein, Musik aus einem Buch später auf einem Musikplayer wiederzufinden und nochmals gemeinsam anzuhören.
Bei der Auswahl können diese Fragen helfen:
- Kann die Person den Knopf oder Stift gut bedienen – oder kann jemand unterstützen?
- Hört sie lieber kurze Musikstücke oder längere Geschichten?
- Schaut sie gern Bilder an, hört sie lieber zu oder mag sie beides?
- Welche Musikstile und Melodien kennt und mag sie?
- Lässt sich die Musik auf einem vertrauten Player abspielen?
Musik muss keine Aktivität sein, bei der alle gleich viel tun. Zuhören, Bilder betrachten, mitsummen oder einfach zusammen sein – all das kann Teil eines gemeinsamen Musikerlebnisses sein.

