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Plätzchen im Garten zum ersten Himmelsgeburtstag
Manchmal braucht Trauer einen Ort. Einen Platz, an dem Erinnerungen wachsen dürfen – mitten im Alltag.
Nach Melinas Abschied bekam unsere Familie von ihrem Pflegeteam einen Rosenstamm in ihrer Lieblingsfarbe Gelb geschenkt. Über den Winter stand die Rose geschützt auf unserer Terrasse. Lange wussten wir noch nicht, wo ihr endgültiger Platz sein würde.
Dann entstand die Idee eines kleinen Erinnerungsplatzes.
Wir liessen einen Busch entfernen und schufen ein Beet direkt vor unserem Haus – an einem Ort, der bereits viele Erinnerungen verbindet. Gleich daneben steht Melinas Pflaumenbaum, den sie zu ihrer Geburt geschenkt bekommen hatte. Und in unmittelbarer Nähe befindet sich unser Rosenbogen – ein Geschenk zu unserer Hochzeit.
Zum ersten Himmelsgeburtstag im März gestalteten wir diesen Platz gemeinsam als Familie. Die Geschwister suchten mit viel Liebe Blumen und Dekorationen aus. Gemeinsam pflanzten wir den gelben Rosenstamm ein und legten ein kleines Herz aus weissen Steinen an. Windräder, bunte Blumen und kleine Erinnerungsstücke machen den Platz lebendig – genauso bunt, wie Melina das Leben liebte.



Besonders schön ist dieser Ort am Abend. Mehrere Solarlichter tauchen das Beet in ein warmes Licht. Die leuchtenden Monde, Sterne und Herzen schenken eine ruhige, tröstliche Atmosphäre. Oft schauen wir abends noch kurz hinaus. Es fühlt sich an, als würde dieses kleine Licht sagen: Du gehörst weiterhin zu unserer Familie.
Ein Erinnerungsplatz nimmt die Trauer nicht weg. Aber er schafft einen Ort für Nähe, für Gedanken und für kleine Rituale. Gerade Geschwister erleben so, dass Erinnern etwas Natürliches sein darf und Liebe nicht mit dem Tod endet.
Vielleicht inspiriert euch unsere Idee, selbst einen kleinen Erinnerungsort zu gestalten – im Garten, auf dem Balkon oder sogar auf einer Fensterbank. Es braucht nichts Grosses. Oft genügt eine Pflanze, ein Licht oder ein Gegenstand mit Bedeutung, damit ein Platz entsteht, an dem Erinnerungen weiterleben.
Unsere Erfahrungen
- Ein Erinnerungsplatz muss nicht sofort entstehen – manchmal braucht es Zeit, bis sich der richtige Ort findet.
- Kinder einzubeziehen hilft ihnen, ihre Liebe und ihre Trauer auf ihre eigene Weise auszudrücken.
- Solarlampen schaffen besonders in den Abendstunden eine friedliche Stimmung.
- Pflanzen und Blumen verändern sich mit den Jahreszeiten – genau wie die Trauer. Sie erinnern daran, dass Abschied und Leben nebeneinander bestehen dürfen.

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- Blogbeitrag „Zu Hause bleiben nach dem Tod?“
- Blogbeitrag „Schaffen wir das? Melinas Trauerfeier „
- Blogbeitrag „Herzensbilder“
