Radfahren mit besonderen Bedürfnissen – unsere Erfahrungen mit Anhänger, Dreirad und Motorunterstützung

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Radfahren mit besonderen Bedürfnissen kann ganz unterschiedlich aussehen. Manchmal bedeutet es, selbst in die Pedale zu treten. Manchmal braucht es etwas Unterstützung. Und manchmal bedeutet es, sicher und bequem mitfahren zu können.

Wir haben über die Jahre verschiedene Lösungen ausprobiert – vom normalen Fahrradanhänger über Elina’s Fahrwerk und den WIKE Special Needs Fahrradanhänger bis zum Momo-Reha-Dreirad mit Motorunterstützung. Nicht, weil wir möglichst viele Hilfsmittel testen wollten, sondern weil sich die Bedürfnisse unserer Familie immer wieder verändert haben.

Unsere beiden Mädchen hatten dieselbe schwere Erkrankung: metachromatische Leukodystrophie MLD– und trotzdem entwickelte sich ihr Leben in völlig unterschiedliche Richtungen.

Zwei Mädchen, dieselbe Krankheit – ganz unterschiedliche Bedürfnisse

Bei unseren beiden Töchtern wurde die gleiche seltene, fortschreitende Erkrankung diagnostiziert.

Bei Melina nahm die Krankheit einen schweren Verlauf. Ihre Fähigkeiten wurden immer weniger und damit veränderten sich auch ihre Bedürfnisse laufend.

Bei Juliana verlief die Geschichte anders. Sie erhielt im Rahmen einer Studie eine Gentherapie. Die Krankheit konnte dadurch gestoppt werden. Statt immer mehr Fähigkeiten zu verlieren, kann sie sich weiterentwickeln und Neues lernen.

Für unsere Familie bedeutete das auch in Sachen Mobilität zwei völlig unterschiedliche Wege.

Bei Melina ging es zunehmend darum, Teilhabe trotz immer grösser werdender Einschränkungen zu ermöglichen.

Bei Juliana geht es bis heute vor allem darum, möglichst viel Selbstständigkeit zu ermöglichen und ihre vorhandenen Fähigkeiten zu nutzen.

Das Fahrrad spielte bei beiden eine erstaunlich grosse Rolle.

Gemeinsame Erlebnisse schaffen

Wir wussten, dass Melinas Lebenszeit sehr begrenzt sein würde.

Dieses Wissen war immer da.

Deshalb versuchten wir, gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen zu schaffen, so oft es möglich war und ihr Zustand es erlaubte.

Besonders gerne waren wir draussen. In der Natur unterwegs zu sein, tat uns allen gut. Und mit dem Fahrrad konnten wir gemeinsam viel mehr entdecken, als dies zu Fuss möglich gewesen wäre.

Mit fortschreitender Erkrankung wurde es für Melina natürlich irgendwann unmöglich, selbst Fahrrad zu fahren. Das musste aber nicht bedeuten, dass Fahrradtouren für sie vorbei waren.

Wir brauchten einfach andere Lösungen.

Und genau das wurde in den folgenden Jahren fast zu unserem Grundprinzip:

Wenn etwas nicht mehr geht, schauen wir nicht nur darauf, was verloren gegangen ist. Wir suchen nach einer anderen Möglichkeit, wie es trotzdem gehen könnte.

Am Anfang reichte ein normaler Fahrradanhänger

Als die Kinder noch kleiner waren, war die Lösung erfreulich unkompliziert.

Juliana und Jonas fuhren gemeinsam in einem etwas grösseren Fahrradanhänger mit. Dafür brauchten wir noch kein spezielles Hilfsmittel.

Wir nutzten dieses Modell: Thule Chariot Cross 2

Das ist ein Punkt, der uns bei Hilfsmitteln bis heute wichtig ist: Nicht alles muss automatisch ein Spezialprodukt sein, nur weil ein Kind besondere Bedürfnisse hat.

Wenn eine handelsübliche Lösung funktioniert, umso besser.

Mit zunehmender Grösse der Kinder und bei grösserem Unterstützungsbedarf kamen normale Fahrradanhänger allerdings irgendwann an ihre Grenzen.

Elina’s Fahrwerk – Fahrradtouren mit Melina

Den Chariot-Anhänger benützten wir weiterhin für Juliana und ihren jüngeren Bruder.

Für Melina hingegen brauchten wir aufgrund ihrer zunehmenden körperlichen Einschränkungen eine ganz andere Lösung.

Schliesslich stiessen wir auf die Website „Elina’s Fahrwerk“. Ein Vater hatte für seine schwer kranke Tochter einen speziellen Fahrradanhänger entwickelt, mit dem sie trotz Rollstuhl bei Fahrradtouren dabei sein konnte – und damit ein Stück echte Teilhabe am Familienleben möglich gemacht.

Besonders berührt hat mich dabei ein unglaublicher Zufall: Seine Tochter hiess nicht nur fast gleich wie unsere Melina, sondern hatte auch dieselbe sehr seltene Erkrankung wie unsere beiden Töchter.

Elinas Fahrwerk

Dieses besondere System ermöglichte es uns, Melina weiterhin auf Fahrradtouren mitzunehmen, obwohl ihre körperlichen Möglichkeiten immer geringer wurden.

Was auf den ersten Blick einfach nach einem Fahrradanhänger aussieht, bedeutete für uns viel mehr.

Es bedeutete, dass Melina dabei sein konnte.

Sie musste nicht selbst Fahrrad fahren können, um mit uns eine Fahrradtour zu erleben. Wir konnten gemeinsam rausfahren, Landschaften entdecken und Zeit miteinander verbringen.

Und genau diese gemeinsamen Momente sind heute Erinnerungen, die uns geblieben sind.

Als die Kinder grösser wurden: WIKE Special Needs

Auch Fahrradanhänger haben ein Problem: Kinder wachsen.

Juliana hatte im Chariot-Anhänger nicht mehr Platz und wir suchten nach einem Anhänger, der auch für grössere Kinder mit besonderen Bedürfnissen geeignet ist.

Fündig wurden wir beim Special Needs Fahrradanhänger von WIKE.

Dieser Anhänger ist speziell für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen konzipiert – und das merkt man.

Er bietet deutlich mehr Platz als ein klassischer Kinderfahrradanhänger und kann dadurch wesentlich länger genutzt werden.

Da wir über den WIKE bereits ausführlich berichtet haben, findet ihr unsere Erfahrungen, Vor- und Nachteile sowie weitere Informationen in unserem separaten Beitrag:

👉 Unsere Erfahrungen mit dem WIKE Special Needs Fahrradanhänger

WIKE-Spezial-Need-Fahrradanhaenger

Mitfahren ist gut – selbst fahren ist noch einmal etwas anderes

Bei Juliana entwickelte sich gleichzeitig eine ganz andere Geschichte.

Denn für sie ging es nicht nur darum, bei Fahrradtouren mitfahren zu können.

Sie wollte selbst fahren.

Aufgrund ihrer motorischen Einschränkungen ist ein gewöhnliches Kinderfahrrad für sie keine geeignete Lösung. Mit einem Momo-Reha-Dreirad konnte sie dagegen selbstständig Fahrrad fahren.

Und dieses Fahrrad wurde für sie weit mehr als ein Freizeitgerät.

Mit dem Momo selbstständig zur Schule

Julianas damaliger Schulweg war relativ flach.

Mit ihrem Momo konnte sie diesen Weg ganz alleine bewältigen.

Das war für sie ein grosses Stück Selbstständigkeit.

Nicht gefahren werden.

Nicht im Rollstuhl geschoben werden.

Sondern aufs eigene Fahrrad steigen und selbst zur Schule fahren.

Gerade bei Kindern mit körperlichen Einschränkungen ist Mobilität eben viel mehr als die Frage, wie man von A nach B kommt.

Es geht auch um Selbstbestimmung.

Wenn die Kraft nicht für die ganze Strecke reicht

Das Momo hatte allerdings auch seine Grenzen.

Fahrradfahren wurde für Juliana relativ schnell anstrengend. Für kurze und flache Strecken funktionierte es gut, bei längeren Ausflügen reichten ihre Kräfte aber nicht immer aus.

Für das Momo gibt es deshalb eine spezielle Möglichkeit, das Dreirad mit einem Follow-me-momo-System zu verbinden.

Für Kinder, die mit einem Zweirad fahren können, genügt auch das Follow-me Standartmodell.

Damit entsteht eine interessante Zwischenlösung:

Juliana kann selbst fahren, solange sie genügend Kraft hat. Wenn sie Unterstützung benötigt, kann das Fahrrad gezogen werden.

Genau solche Lösungen finden wir besonders wertvoll.

Denn Unterstützung muss nicht bedeuten, einem Menschen die Selbstständigkeit abzunehmen.

Manchmal ermöglicht die Unterstützung überhaupt erst, selbstständig loszufahren.

Dann kam die 3. Klasse – und ein Hügel

Mit dem Wechsel in die 3. Klasse änderte sich der Schulweg.

Die neue Strecke führte auf einen Hügel.

Mit dem normalen Momo war dieser Weg für Juliana unmöglich zu bewältigen.

Also suchten wir nach einer Lösung.

Vom Orthopädiefachgeschäft wurde uns als Alternative lediglich ein Elektrorollstuhl vorgeschlagen.

Für andere Menschen kann ein Elektrorollstuhl genau das richtige Hilfsmittel sein.

Für Juliana passte diese Lösung zu diesem Zeitpunkt jedoch überhaupt nicht.

Sie wollte selbstständig unterwegs sein. Gleichzeitig arbeitete sie körperlich daran, ihre Mobilität weiterzuentwickeln und möglichst viel selbst zu machen. Ihr grosses Ziel: Selbständig gehen zu können!

Warum sollte die einzige Alternative zwischen

„Du schaffst den Weg mit eigener Muskelkraft“

und

„Du fährst im Elektrorollstuhl“

liegen?

Wir wollten etwas dazwischen.

Also begannen wir selbst zu suchen.

Unsere Lösung: ein motorisiertes Momo-Dreirad

Und tatsächlich gab es genau das, wonach wir gesucht hatten:

ein Momo mit Motorunterstützung – das Momo motion

Für uns war das die ideale Kombination.

Juliana fährt weiterhin selbst Fahrrad und tritt selbst in die Pedale. Wenn ihre Kraft nicht ausreicht – beispielsweise an einer Steigung –, unterstützt sie der Motor.

Das Prinzip kennt man vom E-Bike.

Nur eben angepasst an ein Reha-Dreirad.

Damit konnte etwas erhalten bleiben, das uns besonders wichtig war:

ihre Selbstständigkeit.

Und gleichzeitig wurde ihr Bewegungsradius deutlich grösser.

Selbstständigkeit kann auch ein Therapieziel sein

Diese Erfahrung hat uns noch einmal deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, bei einem Hilfsmittel nicht nur die Einschränkung eines Menschen zu betrachten.

Die Frage sollte nicht ausschliesslich lauten:

Was kann dieser Mensch nicht?

Mindestens genauso wichtig ist:

Was kann er – und wie können wir genau diese Fähigkeiten unterstützen?

Ein Hilfsmittel sollte nicht automatisch möglichst viel übernehmen.

Für manche Menschen ist vollständige Unterstützung genau richtig und notwendig. Für andere ist eine Lösung besser, die nur dort unterstützt, wo die eigenen Fähigkeiten an ihre Grenzen kommen.

Beim motorisierten Momo bedeutet das für Juliana:

  • Sie bewegt ihre Beine.
  • Sie lenkt.
  • Sie entscheidet, wohin sie fährt.
  • Sie fährt selbstständig.

Der Motor hilft ihr lediglich dort, wo ihre Kraft nicht ausreicht.

Leider erleben wir bei solchen individuellen Lösungen immer wieder ein weiteres Problem:

Sie werden nicht von der Krankenkasse oder Invalidenversicherung übernommen.

Heute haben wir mehrere Möglichkeiten – und einen Plan B

Unsere Fahrradlösungen haben sich über die Jahre immer wieder verändert.

Und heute kombinieren wir sie teilweise sogar miteinander.

Nach Melinas Tod nutzen wir Elina’s Fahrwerk weiterhin.

Unter anderem kann es uns heute als Transportmöglichkeit für Julianas Fahrrad dienen.

Wenn wir gemeinsam unterwegs sind, kann Juliana zunächst selbst fahren. Wenn ihre Kräfte irgendwann nachlassen, müssen wir deshalb nicht zwingend unsere Fahrradtour abbrechen.

Wir können ihr Fahrrad aufladen und Juliana kann anschliessend im Fahrradanhänger weiterfahren und sich ausruhen.

Für Elina’s Fahrwerk gibt es inzwischen auch Modelle mit Sitzmöglichkeit, wodurch sich weitere Einsatzmöglichkeiten ergeben -für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Für uns ist dieses „Wir haben einen Plan B“ inzwischen ein wichtiger Bestandteil gemeinsamer Ausflüge.

Selbst fahren – aber nicht um jeden Preis

Gerade bei Menschen, deren körperliche Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist oder stark schwankt, ist es schwierig vorherzusagen, wie weit die Kraft reichen wird.

Vielleicht geht es heute fünf Kilometer.

Vielleicht zehn.

Vielleicht ist nach zwei Kilometern Schluss.

Das sollte unserer Meinung nach kein Grund sein, es gar nicht erst zu versuchen.

Eine gute Lösung ermöglicht:

Losfahren, solange es geht – und Unterstützung bekommen, wenn sie gebraucht wird.

Das nimmt auch Druck heraus.

Juliana muss ihre Kräfte nicht perfekt einschätzen können, bevor wir losfahren. Und sie muss nicht auf eine Fahrradtour verzichten, nur weil möglicherweise irgendwann die Energie ausgeht.

Fahrradfahren mit Behinderung: Welche Möglichkeiten gibt es?

Welche Fahrradlösung passt bei welchen Bedürfnissen?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Unsere Erfahrungen zeigen vielmehr, wie unterschiedlich die passende Lösung je nach Fähigkeiten, Körpergrösse, Unterstützungsbedarf und Ziel sein kann.

• Normaler Fahrradanhänger: Kann ausreichen, wenn Grösse, Sitzposition und Unterstützungsbedarf passen.

• Special-Needs-Fahrradanhänger: Eine Möglichkeit für grössere Kinder, Jugendliche oder Menschen mit zusätzlichem Unterstützungsbedarf.

• Reha-Dreirad: Ermöglicht selbstständiges Fahrradfahren, wenn ein gewöhnliches Zweirad nicht möglich oder zu unsicher ist.

• Follow-me-/Zuglösung: Interessant, wenn selbstständiges Fahren grundsätzlich möglich ist, die Kraft aber nicht für jede Strecke reicht.

• Reha-Dreirad mit Motorunterstützung: Kann Eigenaktivität und Selbstständigkeit mit zusätzlicher Unterstützung bei Steigungen und längeren Strecken verbinden.

• Anhänger als Plan B: Besonders praktisch bei schwankender Belastbarkeit – selbst fahren, solange es geht, und anschliessend mitfahren.

Nicht die Behinderung entscheidet über die Lösung

Wenn wir auf unsere verschiedenen Fahrräder, Dreiräder und Anhänger zurückblicken, gibt es für uns deshalb nicht die beste Fahrradlösung für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Es gibt nur eine Lösung, die für diesen Menschen in diesem Moment seines Lebens passt.

Bei Melina veränderte sich die Situation immer wieder. Irgendwann bestand Teilhabe für sie nicht mehr darin, selbst fahren zu können.

Teilhabe bedeutete, mit uns unterwegs sein zu können.

Bei Juliana ist die Situation heute eine andere.

Für sie bedeutet Teilhabe möglichst oft:

Ich kann das selbst.

Und wenn ihre Kraft dafür nicht ganz reicht, suchen wir nach einer Möglichkeit, die sie unterstützt, statt ihr die Selbstständigkeit abzunehmen.

Vielleicht ist das die wichtigste Erfahrung, die wir aus all den verschiedenen Fahrradlösungen mitgenommen haben:

Nicht der Mensch muss zum Hilfsmittel passen.

Das Hilfsmittel muss zum Menschen und zu seinem Leben passen.

Und manchmal braucht es dafür etwas Kreativität, viel eigene Recherche – und mehr als eine Lösung.

Hauptsache, wir können gemeinsam losfahren.

Häufige Fragen zum Radfahren mit besonderen Bedürfnissen

Welche Fahrradanhänger gibt es für grössere Kinder mit Behinderung?

Normale Kinder-Fahrradanhänger werden irgendwann zu klein oder sind aufgrund fehlender Unterstützung nicht mehr geeignet. Für grössere Kinder, Jugendliche und teilweise auch Erwachsene gibt es spezielle Reha- und Special-Needs-Fahrradanhänger. Sie bieten mehr Platz, eine höhere Belastbarkeit und je nach Modell zusätzliche Möglichkeiten zur Positionierung und Sicherung.

Wir haben selbst verschiedene Lösungen ausprobiert und sind schliesslich beim WIKE Special Needs Fahrradanhänger gelandet. Für uns war wichtig, dass gemeinsame Fahrradtouren auch dann noch möglich waren, als ein gewöhnlicher Kinderanhänger nicht mehr passte.

Was ist ein Reha-Dreirad?

Ein Reha-Dreirad ist ein speziell angepasstes Dreirad für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, die auf einem normalen Fahrrad nicht sicher fahren können. Drei Räder geben deutlich mehr Stabilität und ermöglichen es vielen Menschen, trotzdem selbstständig zu treten und sich fortzubewegen.

Je nach Bedarf gibt es unter anderem Modelle mit Rücken- oder Beckenstützen, speziellen Pedalen, Fussfixierungen, unterschiedlichen Lenkern oder weiteren individuellen Anpassungen.

Gibt es Reha-Dreiräder mit Motor?

Ja. Verschiedene Reha-Dreiräder können mit einer elektrischen Tretunterstützung ausgestattet werden. Das kann besonders hilfreich sein, wenn zwar selbstständiges Treten möglich ist, die Muskelkraft oder Ausdauer aber nicht für längere Strecken, Steigungen oder Gegenwind reicht.

Für uns ist gerade diese Kombination besonders wertvoll: so viel wie möglich selbst machen können – und gleichzeitig Unterstützung bekommen, wenn sie nötig wird.

Was tun, wenn unterwegs die Kraft nachlässt?

Das ist bei gemeinsamen Fahrradtouren eine wichtige Frage. Je nach Fahrrad oder Dreirad gibt es verschiedene Möglichkeiten:

• elektrische Tretunterstützung
• eine Schiebe- oder Begleitlösung
• Tandem- oder Therapiefahrräder
• spezielle Kupplungssysteme, mit denen ein Kinder- oder Reha-Fahrrad mit einem Erwachsenenfahrrad verbunden werden kann
• einen Fahrradanhänger als Alternative für längere Strecken

Welche Lösung passt, hängt stark von den motorischen Fähigkeiten, der Körpergrösse und davon ab, wie selbstständig die Person fahren kann.

Welche Fahrradlösung passt zu meinem Kind?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Bedürfnisse verändern sich – und manchmal verändert sich damit auch die passende Fahrradlösung.

Bei uns war genau das der Fall. Wir haben über die Jahre unterschiedliche Varianten genutzt: vom Fahrradanhänger über einen Special-Needs-Anhänger bis hin zu Lösungen, die möglichst viel eigenes Fahren ermöglichen.

Unser wichtigster Tipp ist deshalb: Wenn möglich verschiedene Modelle ausprobieren und nicht nur überlegen, was heute funktioniert, sondern auch, welche Unterstützung bei längeren Strecken oder in ein paar Jahren benötigt werden könnte.

👉 Auf unserer Miterleben-Karte sammeln wir ausserdem rollstuhlgerechte und möglichst barrierearme Wege, die sich für gemeinsame Ausflüge eignen.

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