Unterkünfte mit Pflegebett – warum sie für uns so wichtig waren

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Unterkünfte mit Pflegebett wurden für uns irgendwann zum wichtigsten Kriterium bei der Ferienplanung.

Mit Melinas fortschreitender Erkrankung wurde ihre Pflege immer aufwendiger. Trotzdem wollten wir als Familie weiterhin möglichst viel miterleben – gerade weil wir wussten, dass unsere gemeinsame Zeit begrenzt sein würde.

Wir wollten mit Juliana, ebenfalls mit Handicap, und Jonas Ferien machen. Gemeinsam unterwegs sein. Andere Orte sehen. Schönes erleben. Erinnerungen schaffen, die bleiben.

Und Melina gehörte selbstverständlich dazu.

Damit das trotz ihres hohen Pflegebedarfs möglich war, mussten jedoch die Rahmenbedingungen stimmen. Ein höhenverstellbares Pflegebett war irgendwann keine nette Zusatzleistung mehr.

Es wurde zu einer Voraussetzung.

Denn die Pflege war ohnehin aufwendig. Wenigstens unterwegs sollte sie möglichst praktisch sein.

Warum Unterkünfte mit Pflegebett für uns so wichtig wurden

Unser Familienalltag war stark von Pflege, Hilfsmitteln, Medikamenten, Therapien und Organisation geprägt.

Vieles, was für andere Familien selbstverständlich war, musste bei uns genau geplant werden.

Trotzdem wollten wir nicht darauf warten, dass das Leben irgendwann wieder einfacher würde.

Wir wussten, dass dieser Moment vielleicht nicht kommen würde – jedenfalls nicht so, wie wir es uns wünschten.

Deshalb versuchten wir, das möglich zu machen, was noch ging. Solange wie möglich.

Ferien gehörten für uns dazu.

Nicht unbedingt grosse Reisen oder spektakuläre Erlebnisse. Oft ging es um etwas viel Einfacheres:

gemeinsam an einem anderen Ort sein.

Einen Ausflug machen.

Draussen sitzen.

Etwas entdecken.

Zeit miteinander verbringen.

Für Juliana und Jonas sollte trotz allem möglichst viel normales Familienleben möglich bleiben. Und wir wollten Erinnerungen schaffen – für sie, für uns und mit Melina.

Nur so blieb Miterleben für uns möglich

Der Name Miterleben beschreibt heute ziemlich genau, was uns damals wichtig war.

Melinas Krankheit sollte nicht bestimmen, dass wir als Familie gar nichts mehr gemeinsam unternehmen konnten.

Natürlich bestimmte sie unseren Alltag trotzdem sehr stark.

Aber wo immer es möglich war, wollten wir Räume schaffen, in denen nicht nur Pflege und Krankheit im Mittelpunkt standen.

Ein Aufenthalt an einem anderen Ort konnte dabei unglaublich wertvoll sein.

Plötzlich gab es andere Bilder.

Andere Geräusche.

Neue Wege.

Ein gemeinsames Essen.

Einen Spaziergang.

Einen Ausflug für die Geschwister.

Oder einfach einen Nachmittag irgendwo draussen.

Heute sind viele dieser scheinbar kleinen Momente bleibende Erinnerungen für uns.

Und genau deshalb waren passende Unterkünfte mit Pflegebett für unsere Familie so wichtig.

Je weniger Kraft wir für unnötig komplizierte Pflege aufwenden mussten, desto mehr Kraft blieb für das eigentliche Leben.

Ein Pflegebett im Urlaub ist kein Luxus

Ein Pflegebett klingt bei einer Ferienwohnung vielleicht zunächst wie zusätzlicher Komfort.

Für uns war es vor allem ein Arbeitsmittel.

Melina war vollständig auf Unterstützung angewiesen. Sie musste gelagert, gewickelt, an- und ausgezogen und gepflegt werden.

Auch tägliche Einläufe gehörten zu ihrer Versorgung.

Ein grosser Teil dieser Pflege fand im Bett statt.

In einem normalen, niedrigen Ferienbett bedeutete das, sich immer wieder weit hinunterzubeugen oder über längere Zeit in einer ungünstigen Haltung zu arbeiten.

Einmal funktioniert das vielleicht.

Mehrmals täglich, während mehrerer Tage oder sogar Wochen, wird es enorm anstrengend.

Die Pflege war ohnehin aufwendig. Wenigstens die Bedingungen dafür sollten praktisch sein.

Ein höhenverstellbares Pflegebett machte deshalb einen grossen Unterschied.

Wir konnten die Arbeitshöhe anpassen, Melina besser lagern und viele Pflegeschritte deutlich rückenschonender durchführen.

Je nach Bedarf können zusätzlich ein verstellbares Kopf- und Fussteil, Seitengitter oder genügend Platz rund um das Bett entscheidend sein.

Das sind scheinbar kleine Details.

Im Pflegealltag können genau diese Details aber darüber entscheiden, wie viel Kraft am Ende des Tages noch übrig bleibt.

Ferien mit Pflegebedarf wurden dadurch einfacher

Natürlich verschwand die Pflege nicht, nur weil wir in den Ferien waren.

Medikamente, Sondenzubehör, Pflegematerial, Hilfsmittel und medizinische Geräte reisten mit.

Wir mussten Melina genauso versorgen wie zu Hause.

Aber wenn die Umgebung passte, wurde vieles einfacher.

Und dadurch wurden Ferien tatsächlich ein Stück weit erholsamer.

Nicht nur für uns Eltern.

Auch für Juliana und Jonas.

Denn wenn weniger Zeit und Energie für Improvisation, ungünstige Pflegesituationen oder organisatorische Probleme verloren gingen, blieb mehr Zeit für sie.

Für einen Ausflug.

Für gemeinsames Spielen.

Für einen Nachmittag am See.

Für etwas, das einmal nichts mit Krankheit zu tun hatte.

Das Pflegebett war deshalb letztlich nicht nur für Melina wichtig.

Es half uns, als ganze Familie mehr miteinander zu erleben.

Möglichst viel Normalität, obwohl wenig normal war

Unser Familienleben war in vielen Bereichen alles andere als normal.

Gerade deshalb wollten wir an bestimmten Dingen festhalten.

Ferien gehörten dazu.

Nicht, um die Krankheit auszublenden.

Und auch nicht, weil Ferien mit einem schwerkranken Kind immer erholsam gewesen wären.

Manchmal bezeichneten wir unsere Ferien eher scherzhaft als „Luftveränderung“.

Denn die Pflege kam mit.

Trotzdem waren diese Aufenthalte wertvoll.

Sie gaben Juliana und Jonas gemeinsame Familienerlebnisse.

Sie gaben uns Erinnerungen, die heute geblieben sind.

Und sie ermöglichten Melina, Teil dieser Erlebnisse zu sein.

Das war uns wichtiger als perfekte Ferien.

Warum wir zuerst nach dem Pflegebett und dann nach dem Ferienort suchten

Unsere Reiseplanung veränderte sich deshalb irgendwann grundlegend.

Die erste Frage war nicht mehr:

Wo möchten wir gerne Ferien machen?

Sondern:

Wo gibt es eine Unterkunft mit Pflegebett, die für uns funktioniert?

Erst danach schauten wir, was es dort in der Umgebung gab.

Auf den ersten Blick klingt das vielleicht nach einer Einschränkung.

Für uns war es eher eine Erleichterung.

Denn was brachte uns die schönste Ferienwohnung, wenn wir dort jeden Tag unter schlechten Bedingungen pflegen mussten?

Eine geeignete Unterkunft konnte dagegen einen Ferienort interessant machen, an den wir vorher vielleicht gar nicht gedacht hätten.

So wurde das Pflegebett zu einem unserer wichtigsten Auswahlkriterien.

Bunte Burg: Ferienwohnung mit Pflegebett

Eine Unterkunft, in die wir mehrmals zurückkehrten, war die Bunte Burg in Ebenweiler.

Dort stehen sowohl ein Kinderpflegebett als auch ein Pflegebett für Erwachsene zur Verfügung. Dazu kommen ein barrierefreies Badezimmer und weitere Details, die Familien mit Pflegebedarf den Aufenthalt erleichtern.

Wir haben dort erlebt, wie viel Unterschied eine Unterkunft machen kann, bei der nicht nur allgemein an Barrierefreiheit, sondern auch an den tatsächlichen Pflegealltag gedacht wurde.

👉 Ferien mit Pflegebett am Bodensee & in Oberschwaben – Bunte Burg Ebenweiler

Luftikus Baiersbronn: Ferien mit Pflegebett und Pflege

Noch einen Schritt weiter ging für uns das Kinderhaus Luftikus in Baiersbronn.

Dort gibt es nicht nur geeignete Ferienmöglichkeiten und Pflegebetten. Das Besondere ist die Möglichkeit, ein intensivpflegebedürftiges Kind zeitweise professionell betreuen und pflegen zu lassen.

Für uns bedeutete das echte Entlastung.

Wenn Pflege über Jahre rund um die Uhr zum Familienalltag gehört, kann schon eine ruhige Nacht unglaublich viel verändern.

Die Kombination aus gemeinsamer Ferienzeit und professioneller Unterstützung kann für Familien mit einem Kind mit sehr hohem Pflegebedarf etwas ganz Besonderes sein.

👉 Luftikus Baiersbronn – Ferien, die uns neue Kraft schenkten

Reisen mit hohem Pflegebedarf: Auch die Vorbereitung zählt

Eine geeignete Unterkunft löste natürlich nicht alle Herausforderungen.

Mit einem Menschen mit komplexem Pflegebedarf reist unglaublich viel Material mit.

Pflegeartikel, Medikamente, Sondenzubehör, Kleidung, Hilfsmittel und Geräte mussten zuverlässig dabei sein.

Das Packen konnte entsprechend aufwendig werden.

Deshalb entwickelten wir mit der Zeit unser eigenes System mit grossen Transportkisten und kleineren beschrifteten Boxen.

Ein Teil der Ausstattung blieb dauerhaft vorbereitet und wurde nach der Rückkehr gleich wieder ergänzt.

Auch das war letztlich Teil derselben Idee:

Nicht mehr Kraft als nötig für Organisation und Pflege verbrauchen – damit mehr Kraft fürs Leben bleibt.

👉 Wie Entlastung wirklich entlastend wird – unser Packkisten-System

Worauf bei einer Unterkunft mit Pflegebett achten?

Pflegebett ist nicht gleich Pflegebett.

Und eine Unterkunft, die für einen Menschen ideal ist, kann für einen anderen ungeeignet sein.

Vor einer Buchung lohnt es sich deshalb, wichtige Details direkt mit der Unterkunft abzuklären:

  • Ist das Pflegebett elektrisch höhenverstellbar?
  • Welche Masse hat die Liegefläche?
  • Für welches Körpergewicht ist das Bett geeignet?
  • Sind Seitengitter vorhanden, wenn sie benötigt werden?
  • Lassen sich Kopf- und Fussteil verstellen?
  • Gibt es rund um das Bett genügend Platz für Pflege und Transfer?
  • Kann ein Rollstuhl problemlos bis ans Bett gefahren werden?
  • Ist das Badezimmer für die individuellen Bedürfnisse geeignet?
  • Gibt es eine bodengleiche Dusche?
  • Sind Duschstuhl, Haltegriffe oder andere Hilfsmittel vorhanden?
  • Ist die Unterkunft stufenlos erreichbar oder gibt es einen geeigneten Lift?
  • Können zusätzliche Hilfsmittel vor Ort organisiert oder ausgeliehen werden?
  • Gibt es genügend Platz für Pflegematerial und medizinische Geräte?

Wenn wir uns bei einer Unterkunft unsicher wären, würden wir zudem nach aktuellen Fotos des Pflegebetts und des Badezimmers fragen.

Denn die Bezeichnung „barrierefrei“ allein sagt noch wenig darüber aus, ob eine Unterkunft für einen Menschen mit hohem Pflegebedarf tatsächlich geeignet ist.

Unterkünfte mit Pflegebett auf der Miterleben-Karte finden

Genau aus solchen Erfahrungen ist auch die Idee entstanden, geeignete Orte auf Miterleben zu sammeln.

Wir wissen selbst, wie mühsam die Suche sein kann.

Heute findest du auf unserer Miterleben-Karte barrierefreie Unterkünfte, Ausflugsziele, Restaurants und viele weitere Orte für Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihr Umfeld.

Über den Filter „Unterkunft mit Pflegebett“ kannst du gezielt nach passenden Übernachtungsmöglichkeiten suchen.

Die Sammlung wächst laufend.

Unser Wunsch ist, dass andere Familien nicht jedes Mal wieder ganz von vorne anfangen müssen.

Vielleicht findet jemand über die Karte eine Unterkunft, durch die eine Reise möglich wird, die vorher zu kompliziert erschienen ist.

👉 Unterkünfte mit Pflegebett und weitere barrierefreie Orte auf der Miterleben-Karte entdecken

Manchmal macht ein Pflegebett Ferien überhaupt erst möglich

Ein Pflegebett ist zunächst einfach ein Hilfsmittel.

Und gleichzeitig kann es sehr viel mehr bedeuten.

Für uns bedeutete es weniger körperliche Belastung, praktischere Pflege und etwas mehr Energie für den Rest des Tages.

Vor allem aber half es uns dabei, weiterhin als Familie unterwegs zu sein.

Wir wussten nicht, wie viel gemeinsame Zeit uns mit Melina bleiben würde.

Deshalb wollten wir die Zeit, die wir hatten, nutzen.

Nicht perfekt.

Nicht immer entspannt.

Aber gemeinsam.

Wir wollten schöne Erlebnisse schaffen, an die sich Juliana und Jonas erinnern können.

Erinnerungen, die wir als Familie behalten.

Und Momente, in denen Krankheit und Pflege zwar dabei waren – aber nicht alles bestimmten.

Genau das bedeutet Miterleben für uns.

Häufige Fragen zu Unterkünften mit Pflegebett

Was ist eine Unterkunft mit Pflegebett?

Eine Unterkunft mit Pflegebett stellt ihren Gästen ein Bett zur Verfügung, das speziell für die Pflege und Lagerung von Menschen mit Unterstützungsbedarf geeignet ist. Häufig lässt sich die Liegefläche elektrisch in der Höhe verstellen. Je nach Modell können auch Kopf- und Fussteil verstellt werden oder Seitengitter vorhanden sein.

Wo finde ich Ferienwohnungen mit Pflegebett?

Ferienwohnungen und andere Unterkünfte mit Pflegebett sind bislang nicht immer einfach zu finden. Auf der Miterleben-Karte sammeln wir deshalb geeignete Unterkünfte und kennzeichnen sie mit der Kategorie „Unterkunft mit Pflegebett“.

👉 Auf der Miterleben-Karte nach Unterkünften mit Pflegebett suchen (Filter unten rechts verwenden)

Ist eine barrierefreie Unterkunft automatisch für Menschen mit hohem Pflegebedarf geeignet?

Nein. Barrierefreiheit kann sehr unterschiedlich definiert sein. Für Menschen mit hohem Pflegebedarf können zusätzlich ein höhenverstellbares Pflegebett, ausreichend Platz für Transfers, ein geeignetes Badezimmer, eine bodengleiche Dusche oder weitere Hilfsmittel nötig sein.

Deshalb lohnt es sich, die individuell wichtigen Punkte vor der Buchung direkt mit der Unterkunft zu klären.

Warum ist ein höhenverstellbares Pflegebett im Urlaub wichtig?

Bei regelmässiger Pflege kann ein höhenverstellbares Bett die körperliche Belastung deutlich reduzieren. Die Arbeitshöhe lässt sich anpassen, sodass Pflege, Anziehen, Lagern oder andere Versorgungsschritte rückenschonender durchgeführt werden können.

Für uns war genau das ein entscheidender Punkt: Die Pflege war schon anspruchsvoll genug. Die Umgebung sollte sie nicht zusätzlich erschweren.

Kann man Pflegebetten für Ferien auch mieten?

Je nach Ferienregion gibt es Sanitätshäuser, Hilfsmittelanbieter oder Pflegedienste, über die Pflegebetten und andere Hilfsmittel zeitweise gemietet werden können. Ob eine Lieferung in die Ferienunterkunft möglich ist, sollte jedoch frühzeitig mit dem Anbieter und der Unterkunft abgeklärt werden.

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